Aufbereitungsarten

Nach Ernte kommen die Kaffeekirschen in die Nassmühle (wet mill) und werden verarbeitet. Man unterscheidet grundsätzliche drei verschiedene Aufbereitungsarten: 
  • Nassaufbereitung: (fully-)washed (gewaschen)
  • Trockenaufbereitung: natural (ungewaschen)
  • Mischverfahren: semi-washed, pulped natural, honey dried
Jede Aufbereitungsart hat Vor- und Nachteile und wirkt sich unterschiedlich auf das Geschmacksprofil des Kaffees aus. 



Nassaufbereitung

Bei einem fully-washed Kaffee wird das Fruchtfleisch nach der Ernte komplett entfernt. Die Samen werden gewaschen und fermentieren im Wasserbecken. Das sind die Schritte der gewaschenen Aufbereitung:

  1. Sortieren
  2. Entpulpen
  3. Fermentation
  4. Waschen
  5. Trocknen

Trockenaufbereitung

Die Kaffeekirschen trocknen über mehrere Tage als ganze Frucht und werden dabei mehrmals gewendet. Beim Trocknen findet ein Fermentationsprozess statt.
Bei Kaffees, die so aufbereitet sind, spricht man von naturals. 
Die Schritte sind: 
  1. Sortieren der Kaffeekirschen
  2. Trocknen
  3. Entfernen der Schale

Semi-washed

Ähnlich wie ein gewaschener Kaffee, nur im "Schnellverfahren": Das Fruchtfleisch wird entfernt, aber es findet keine Fermentation statt.

Die Schritte hier sind: 

  1. Sortieren
  2. Entpulpen
  3. Demucilieren (Entfernen der Schleimhaut)
  4. Trocknen (ohne Mucilage)

Honey dried

Die Schale wird nach dem Sortieren entfernt, aber Teil des Fruchtfleisches bleibt während des Trocknens an der Bohne. Diese Aufbereitungsart bietet viel Raum für Experimente.

Die Schritte hier sind: 

  1. Sortieren 
  2. Entpulpen 
  3. Trocknen (mit Mucilage) 

Je nachdem, wie viel Mucilage an dem Samen kleben bleibt (abhängig von der Entpulpereinstellung), unterscheidet man von white honey (wenig Mucilage) bis hin zu black honey (viel Mucilage).

Von pulped natural spricht man, wenn nur die Schale entfernt wird und die gesamte Mucilage am Samen bleibt. 

Hier seht ihr einen Entpulper.

Auf diesen raised beds werden naturals und auch honeys getrocknet. 

Kaffeesamen im Fermentationstank.