Kaffeewissen


Hier haben wir für euch ein bisschen was zum Thema Kaffee zusammengetragen. Dieser Themenbereich soll noch weiter wachsen.  

Genau wie Wein hat auch Kaffee verschiedenste Arten und Sorten, nur dass wir uns beim Thema Kaffee nicht so gut auskennen wie bei Rebsorten. Es gibt zahlreiche Varietäten mit einer unglaublichen Vielfalt an Aromen und Noten. 


Lass dich mitnehmen in die Kaffeebohnenwunderwelt!



Foto Credits: © cafemisiones

Die Kaffeepflanze – ein strauchartiger Baum


Die Gattung Coffea ist ein blühender Baum und gehört zu der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Es gibt über 120 Arten der Gattung Coffea, wobei alle eng miteinander verwandet sind. Die immergrüne, mehrstämmige Kaffeepflanze ist ein sehr sensibles Schattengewächs und kann bis zu 10m hoch wachsen, wobei sie meistens auf ca. 1,5 -3 m beschnitten wird. Sie blüht ein- bis zweimal im Jahr. Die meisten Kaffeebäume liefern nur einen Hauptertrag pro Jahr, aber in manchen Ländern fruchten sie noch ein zweites mal mit einer geringeren Ernte.

Die ersten Früchte trägt die Kaffeepflanze erst nach 3-5 Jahren. 


Der Kaffeegürtel


 Es ist ein langer Weg vom  Anbau in den Ursprungsländern bis hin zur Tasse Kaffee bei Dir zu Hause. Die Kaffeepflanze ist ein kleines Sensibelchen und wächst nur in ca. 70 Ländern rund um den Äquator, im sogenannten Kaffeegürtel. Dieser liegt innerhalb des 23. Breitengrades nördlicher Breite und des 25. Breitengrades südlicher Breite. Allerdings verschieben sich die Anbaugebiete durch den Klimawandel. 
Jedes Anbaugebiet hat ein anderes Mikroklima, was sich unterschiedlich auf die Kaffeepflanzen auswirkt. Umwelteinflüsse wie die Temperatur, Sonnenstunden, Niederschlagsmenge, Bodenbeschaffenheit und Wind beeinflussen die Qualität, Geschmack und den Ertrag der Kaffeepflanzen. 


Arten der Gattung Coffea

Insgesamt gibt es über 120 Arten der Gattung Coffea.
Der vereinfachte Stammbaum der Gattung Coffea wird in vier Hauptarten unterteilt: Coffea arabica, Coffea canephora (Robusta), Coffea liberica und Coffea excelsa.  Wirtschaftliche Bedeutung haben mit fast 99% der Weltmarktproduktion nur zwei von ihnen: Coffea arabica und Coffea canephora (Robusta).

Wir bei boni verkaufen ausschließlich arabica Kaffee, weshalb wir uns hier auch darauf konzentrieren.

Die Kaffeeblüten haben einen süßen Duft, der an Jasmin erinnert. Diese Blüten reifen zu Kaffeekirschen heran. 
Foto: links sieht man die Blüte der Coffea arabica und rechts die der Coffea canephora

Varietäten

Von der Art Coffea arabica zweigen sich vier Untergruppen ab: Heirloom-, Typica- und Bourbon-Sorten, sowie deren Kreuzungen und Hybride. 

Die ursprünglichste Gruppe sind die Heirloom-Varietäten. Diese Varietäten sind Herkunftskaffees aus Äthiopien. Von dort aus gelangten Samen in den Jemen, wo der Typica-Genpool entstand. Danach haben die Franzosen Kaffee in ihre Kolonien gebracht, woraus der Bourbon-Genpool entstand. Anschließend gab es immer wieder neue Kreuzungen der Varietäten. Auch heute werden immer wieder neue Kombinationen gekreuzt, um Kaffeeplanzen zu züchten, die geschmacklich gut und trotzdem ertragsstark sind. Ziel ist es, Hybride zu schaffen, die nicht so empfindlich gegen Schädlinge, Krankheiten und den Klimawandel sind. 

Kaffeekirsche


Eine Kaffeekirsche enthält in der Regel zwei Samen.
Es gibt auch Ausnahmen, wie zum Beispiel die Perlbohne, die nur einen Samen enthält, oder die Pollsperma, die mehrere Samen hat.

Es gibt Varietäten mit roten, gelben, orangenen oder auch pinken Kaffeekirschen. 

Pollsperma


Pollsperma ist eine sehr seltene Varietät, die mehr Kaffeesamen enthält als üblich.